Kinderfasching für traumatisierte Kinder in Berlin

 

Ein regnerischer und kalter Samstag Nachmittag war es, der 28.2.2009, als im Tanzcafé Britz in Berlin der Bär steppte. Der AktivVerbund Berlin e.V. und die Internet-Auktionsplattform FlatGo® (www.flatgo.com) kooperierten in der Ausrichtung des Kinderfaschings für traumatisierte Kinder. Gastwirt Gerhard Schneider und weitere FlatGo®-Mitglieder luden in den festlich geschmückten Saal und sponserten ein rauschendes Fest. Die Kinder wurden lustig geschminkt, tanzten zu lauter Musik und konnten Elvis-Double Dirk Jüttners Auftritt miterleben. Die Reise nach Jerusalem und Topfschlagen rundeten das Ereignis ab. Für das leibliche Wohl gab es Currywurst und Getränke, so, wie Kinder es sich wünschen. Durch das Programm führte ein Clown, der sich eine ganze Menge gefallen lassen musste. Der AktivVerbund war durch eine Reihe von Mitgliedern vertreten, unter ihnen die stellvertretende Vorsitzende, für Medien und Öffentlichkeitsarbeit Zuständige und Trägerin der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, Renate Schusch. Dieser Verein setzt sich mit seiner überparteilichen und unabhängigen Arbeit für Pflegekinder und deren Pflegeeltern ein, informiert, unterstützt und organisiert Fachseminare.

Es sind jedoch nicht nur die Pflegekinder, die den Nachmittag genossen. Pflegeeltern sind rund um die Uhr für ihre Pflegekinder da, unterstützen und trösten. Sie arbeiten mit dem zuständigen Jugendamt zusammen und halten Kontakt zu allen notwendigen Stellen wie Schule, Therapeuten und Ärzten. Sie bilden sich fort und sind immer auf dem neuesten Stand.
Pflegekinder haben meist eine traurige Vergangenheit hinter sich. Manchmal sind sie so stark seelisch verletzt worden, dass sie die Hilfe ihrer Pflegeeltern nicht in vollem Maße annehmen können. Erwachsenen zu vertrauen ist für sie ein großes Problem, und sie müssen es erst wieder lernen.
Wen wundert es da, dass es Pflegeeltern sehr gelegen kommt, ihre Kleinen - und sei es auch nur für ein paar Stunden - in guten Händen zu wissen und diese Zeit für sich allein zu nutzen.
Dazu haben der AktivVerbund und FlatGo® an diesem Nachmittag einen wichtigen Beitrag geleistet. Deshalb von allen Pflegekindern und deren Pflegeeltern ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, die zum Gelingen dieses Fest es beigetragen haben.

Ralph Gehrke


Das Leben ist endlich, Menschlichkeit nicht!

Unser FlatGo®-Besuch im Ricam-Hospiz am 29.12.2008



An dieses Zitat aus dem Portal des Ricam-Hospizes wurden wir ständig während unseres Besuchs erinnert, und wir konnten begreifen, welche tiefe Wahrheit auch in der täglichen Arbeit in diesem Hospiz damit verbunden ist. Die Menschen, die wir besuchten und beschenkten, verleben dort auf der Grundlage gefestigter ärztlicher Atteste die letzten Tage oder Wochen ihres Lebens, in der Regel 22 Tage.

Die Idee mit der Sachspende – „Wir benötigen unbedingt eine leicht zu handhabende kleine Musikanlage für unseren Gemeinschaftsraum.“
(so die Antwort der Hospiz-Leitung auf unsere Anfrage) – war bis zum Erstbesuch Mitte Dezember 2008 noch nicht sofort nachvollziehbar.
Als Besucher trifft man in diesem Hospiz auf eine sehr angenehme ruhige, geradezu familiäre Atmosphäre mit freundlichen Farben und bereichsweise
privater Möblierung sowie auf den Charme kleiner, privater Wohnzimmer. Alle Mitarbeiter, davon allein 25 Ehrenamtliche,  grüssen freundlich und offen,
so als würden wir nicht das erste Mal als Besucher erscheinen.

Jeder Bewohner kann für sich je nach Wunsch alleine sein, die Tür schließen oder einladend offen lassen und sich auch stets mit anderen im
Gemeinschaftsraum, einem Wintergarten im Dachgeschoss, treffen. Dort pflegen  die Bewohner eine angenehme und lockere Geselligkeit, bislang jedoch ohne
jede wahrnehmbare musikalische Untermalung und Mitgestaltung. Es fehlte eben eine funktionierende kleine Stereoanlage mit Zimmerantenne, damit trotz fehlenden Kabelanschlusses Kassetten, CDs und auch endlich einmal wieder Radiosender gehört werden können. Damit war der Wunsch der Hospiz-Leitung,
nämlich eine Stereoanlage, nachvollziehbar, zumal auch ein Teil der so wichtigen Musiktherapie mit „Musik-Konserven“ unterstützt wird.

So ließen es sich die FlatGo® Geschäftspartner nicht nehmen, diese Hilfeleistung persönlich zu überbringen. Am 29.12.2008 nahmen sie die Einladung  zu einer Tasse Kaffee gerne an, die durch die bereits im privaten Gespräch vertieften älteren Damen ausgesprochen wurde. Die Damen nahmen sie sofort in ihren Kreis auf, denn die Frage „Was haben Sie denn da für T-Shirts an?“ (mit  FlatGo®-Logo) führte ja sofort zur gewünschten Erläuterung der FlatGo®-Vision. Kaum war die Stereoanlage dann angeschlossen, konnte auch sofort der erste Musikwunsch nach „meinem Liebling Bert Kaempfert“ mit einer wunderbaren, völlig neuen Akustik erstmals im Wintergarten zur Freude der Anwesenden erfüllt werden. Im persönlichen Gespräch beklagten sich die Gesprächspartner offen über fehlende familiäre Besuche, sogar an den soeben vergangenen Weihnachtsfeiertagen. Aber umso mehr lobten sie die Umsorgung durch die Mitarbeiter im Hospiz und erst recht unseren Besuch. Der Hinweis der FlatGo® Geschäftspartner, dass es leider eine Erfahrung sei, dass eine Mutter 100 Kinder ernähren könne, aber nicht 100 Kinder auch nur eine Mutter, traf dabei sofort auf breite Zustimmung.

Erstaunlich war das Interesse der Bewohner an den Zielen des Internet-Portals FlatGo® und die ganz offen ausgedrückte Dankbarkeit für diese Sachspende, mit der die Bewohner nicht gerechnet hatten, denn es sollte ja auch eine kleine Überraschung sein.

Nach der gemeinsamen Kaffeezeit bot uns der uns begleitende Pflegedienstleiter, Herr Schlachter, noch eine fachkundige Führung durch das Hospiz an, wobei auch klar die alljährliche finanzielle Aufgabe angesprochen wurde, dass 10 % des gesamten Jahresbudgets nur durch Spenden getragen werden müssen. Deshalb hat das Ricam-Hospiz auch eine eigene Spendenaktion für „zahlende“ Spender begonnen, da nur so der Eigenanteil von 365,- € pro Tag für ein ganzes Jahr gesichert werden kann.

Als wir uns dann im Hospiz freundlich winkend von den Bewohnern verabschiedeten, hatten wir konkret erfahren, wie wichtig gerade die ernsthafte und zeitlich nicht gedrängte menschliche Aufmerksamkeit durch alle Mitarbeiter für sie ist, und dass wir ihnen eine kleine, gern angenommene Freude auf ihrer letzten Lebensstation bereiten konnten. Dieser Tag mit seinem Besuch im Ricam-Hospiz hat bei uns allen ein Gefühl der tiefen
Befriedigung erzeugt und unsere Überzeugung verstärkt, mit der FlatGo®-Vision den richtigen Weg zu beschreiten, und dass es sich lohnt, sich für deren Umsetzung zu engagieren  und notfalls auch zu kämpfen.


Berlin, 06.01.2009
Lutz Bernard, Ass. Jur.
Beiratsmitglied FlatGo®-GmbH

 

Futtermittelspende erreicht 25 hungrige Pferdemäuler …


… am 17.11.2008 im Pferde-Gnadenhof Arpke/Lehrte bei Hannover. Der vor 18 Jahren von Marion Korroch gegründete Pferde-Gnadenhof entstand, weil ein ihr anvertrautes Pflegepferd dem Eigner zu teuer wurde und daher zum Schlachter geführt werden sollte. Auch heute noch ziehen es Pferde-„Liebhaber“ immer wieder aus Kostengründen vor - wobei häufig Krankheiten vorgetäuscht werden -, sich ihres Pferdes zu entledigen, anstatt es als von Gott gegebene Kreatur zu achten und ihm den wohl verdienten Lebensabend zu verschaffen .

Aber auch verwahrloste und seelisch kranke Pferde sowie solche, die einfach nur alt geworden sind, finden hier ein liebevolles Zuhause.

Viele Geschichten weiß Marion Korroch, die Gründerin des Gnadenhofes, zu erzählen. Ihre Verbindungen reichen vom Tierschutz zu Veterinäreinrichtungen und Tierärzten bis hin zu allen Institutionen, die mit Pferden zu tun haben.

Finanziert wird alles, was für die Pflege und das „leibliche Wohl“ der Tiere wichtig ist,  ausschließlich durch Spenden. Das war auch der Grund, warum ein FlatGo®-Mitglied aus Hannover uns einen „Hilferuf“ sandte. Um so schnell wie möglich die Vision vom Kampf gegen die größte Schande dieses Jahrhunderts in die Tat umzusetzen, wozu u.a. auch die Hilfe für Not leidende Tiere gehört, beschloss der Beirat, für dieses Hilfsprojekt  Spendengelder freizugeben. Mit diesem Geld haben einige unserer engagierten Mitglieder zusammen mit der Gründerin des Pferde-Gnadenhofes Futter eingekauft und an die Pferde verfüttert. Es erfüllt uns alle mit Zufriedenheit, dass wir im Rahmen unserer derzeit noch geringen finanziellen Möglichkeiten auf diese sinnvolle Weise helfen konnten. Unseren Mitgliedern „vor Ort“ gilt unser herzlicher Dank.   

Lägerdorf, 22.11.2008

Vision zum Anfassen – Ein schöner Tag

Das FlatGo-Team hatte heute  am 17.11.2008 einen Tag, der den Akku nicht nur in den grünen Bereich brachte, nein, dieser Tag entflammte das Feuer in den Herzen der Teammitglieder.

Der Schauplatz des Geschehens liegt zwischen den Ortschaften von Immensen und Arpke nahe der Stadt Lehrte bei Hannover. Um 10.30 h erreichten wir den Gnadenhof mit seinen 25 Pferden, und uns begrüßt Marion Korroch, die Leiterin der Arche. Kaum angekommen brachen wir auch schon auf, um aus den Spendengeldern von FlatGo®-Mitgliedern Futter für die Pferde einzukaufen. Nachdem alles glücklich aufgeladen war und zum Hof transportiert wurde, begann die Futterzubereitung, die wir tatkräftig unterstützten. Einige Behältnisse wurden mit Bananen, Möhren und altem Brot gefüllt, in anderen  rührten wir einen Brei aus Hafer und Mais an. Die Tiere werden 3 Mal pro Tag gefüttert und die Ställe einmal pro Woche sorgfältig ausgemistet. Dann ging es auf zum Füttern. Es tat so gut mitzuerleben, mit welchem Appetit  die Pferde unsere Futterspende geradezu genossen. Der Umgang mit den Tieren in der frischen Luft  erfüllte auch uns mit Befriedigung und Freude. Er führte zu der Erkenntnis, dass ein wesentliches Anliegen der FlatGo®-Vision - Not leidenden Tieren zu helfen - nur zu realisieren ist, wenn Menschen mit viel Liebe nicht nur Lippenbekenntnisse abgeben sondern tatkräftige Hilfe leisten.

Nach der Fütterung stand Fellpflege auf dem Tagesplan, und den Pferden gefiel das sehr wohl.

Zwischendurch erzählte Frau Korroch,  wie es zur Gründung des Gnadenhofes kam, und welche Hindernisse sie im Laufe der 18 Jahre zu überwinden hatte. Selbst wenn sie den

damals aufgenommenen Kredit noch immer Monat für Monat abzahlen  muss,

leuchten in ihr die Kraft des Vertrauens und die absolute Liebe zu ihren Schützlingen.

Aktuelles Projekt ist die Anlage eines Molchbiotops, damit sich diese Tiere nicht ständig im Stall aufhalten. Hier wird hart mit der Landschaftsschutzbehörde verhandelt, um ein kleines Loch zu buddeln. Da die Arche in einem Landschaftsschutzgebiet liegt, steht Frau Korroch auch hier ständig vor neuen Herausforderungen, die ihr allerdings in „Anzug und Krawatte“ begegnen.

Die Zeit verlief rasend, und zum Abschluss dieses unvergesslichen Tages wurde Mörtel, ein altes ehemaliges Zirkuspferd, als FlatGo®-Tagesmaskottchen auserkoren, uns stets an unsere primäre Zielsetzung zu erinnern: die Realisierung der Vision!

Jeder von uns wird nicht aufhören zu fragen: was haben die Menschen, die Tiere und die Umwelt davon, dass es mich gibt, dass es FlatGo® gibt?!

Wenn wir weiterhin reichlich geben, so werden wir noch reichlicher beschenkt!

Unser FlatGo®-Team bedankt sich ganz herzlich für diesen wichtigen Tag und wünscht allen viel Freude beim Betrachten der Fotos.

 
Hannover, 21.11.2008


FlatGo® Mitglieder vor Ort: Alexandra, Karl, Yvonne, Ingrid, Claas, Carmen
Ansprechpartnerin für Spenden & Patenschaften ist Marion Korroch .

 

Pferdegnadenhof "Die Arche"
Marion Korroch
Allensteiner Straße 18
31275 Lehrte
Tel: 05175 - 2220

Pferde-Gnadenhof “die Arche”
Volksbank Lehrte eG
BLZ.: 251 933 31
KTO.: 770 191 1302

Homepage :  www.arche-gnadenhof.de

Lebensmittel für bedürftige Kinder

Bericht über Spendenaktion:
Diakonieladen
Rubensstr. 87
12157 Berlin
Projektleiter : Pfarrer Thomas Lübke



Dieses Projekt hat das Ziel und die Aufgabe bedürftige Mitbürger zu unterstützen in mehreren Bereichen, wie z.B. Erteilen von Rechtsauskünften zu Fragen des Sozialrechts/Mietrechts/ Familienrechts, Migranten-Beratung, Kleiderversorgung und - ganz wichtig- Ausgabe von Lebensmittelspenden.
Der Diakonieladen existiert nur auf Grund von Spendengeldern und Sachspenden. Es gibt dort außer einer 400 €-Kraft nur ehrenamtliche Mitarbeiter (zum Glück sehr viele).

Der Diakonieladen hat in den letzten 3 Jahren (22.08.05 -31.08.08) über 30.000 Lebensmittel-   hilfen ausgeteilt. Versorgt wurden in diesem Zeitraum im Durchschnitt 214 Personen pro Monat und davon durchschnittlich 67 Kinder.
In diesem Monat sind es 61 Kinder, die betreut werden. Um diese Kinder ging es bei der Lebensmittelspende durch FlatGo®.
Ein junges Mädchen sagte sogar, dass ihre Mutter bei FlatGo® Mitglied ist.
Beeindruckt hat uns ein Junge, der noch 3 Geschwister hat, und dessen Mutter allein mit den 4 Kindern lebt und gesundheitlich so gehandikapt ist, dass sie nicht laufen kann, so dass sich der Junge - vielleicht 12/13 Jahre alt - um die zusätzliche Lebensmittelversorgung für die Familie kümmert.
In Absprache und hinsichtlich der Notwendigkeit waren wir am Freitag, 17.10.08, gemeinsam mit Pfarrer Lübke einkaufen und haben 100x Trinkkakao und 120 x Schokoladenaufstrich erworben.
Diese Lebensmittel wurden im Rahmen der gesamten Lebensmittelausgabe am Montag,
20.10.08 zwischen 14.00 Uhr und 16.00 Uhr ausgeteilt. Da es eine genaue Auflistung der Familienverhältnisse gibt, konnte zielgerichtet und entsprechen der Anzahl der Kinder in einer Familie die Lebensmittelspende verteilt werden. Die Bilder mit den lachenden Kindern sprechen, glaube ich, Bände. Die Verteilung des Restes erfolgt in der nächsten und übernächsten Woche.

Von FlatGo® waren Patricia Ullrich und ich bei der Übergabe der 1. FlatGo®-Spende  anwesend.
Noch als Hintergrundinformation:
Pfarrer Lübke leitet auch ein Projekt in Afrika (Kenia), wo mit Hilfe von Spendengeldern versucht wird, dass die Menschen wieder ökonomisch selbst bestimmt leben können: Brunnen wurden gebohrt in einer Gegend, in der die Menschen jeden Tag 20 km zur nächsten Wasser- stelle gehen mussten. Es wurde dafür gesorgt, dass jede Familie wieder eigene Tiere hat, und dass die Menschen auch medizinisch versorgt werden können. Es existiert eine Station für AIDS-Kranke, und Pfarrer Lübke ist dabei ein Dorf für AIDS-Waisen zu etablieren ähnlich der SOS-Kinderdörfer.


Berlin, 20.10.2008
Dr. Silvia Riedel, FlatGo®-Mitglied
Patricia Ullrich, FlatGo®-Mitglied